Krampfadern: Schwere Beine, schwere Zeiten
- Dr. Blasko

- 4. Aug. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Aug. 2025

Krampfadern sind dauerhaft erweiterte, geschlängelte Venen, meist an den Beinen. Sie entstehen, wenn die Venenklappen, die den Rückfluss des Blutes zum Herzen regulieren, nicht mehr richtig schliessen.
Die Entstehung von Krampfadern kann viele Gründe haben. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:
Genetische Veranlagung: Wenn Eltern oder Grosseltern Krampfadern hatten, ist das Risiko erhöht.
Bewegungsmangel: Langes Sitzen oder Stehen behindert den Blutfluss in den Beinvenen.
Übergewicht: Belastet die Venen zusätzlich.
Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, da das Bindegewebe nachlässt.
Nicht immer verursachen Krampfadern Beschwerden, aber typische Symptome sind:
Schwere- oder Spannungsgefühl in den Beinen
Schwellungen, besonders abends
Nächtliche Wadenkrämpfe
Juckreiz oder Hautveränderungen im fortgeschrittenen Stadium
Behandlungsmöglichkeiten bei Krampfadern:
1. Konservative Therapie
Kompressionstherapie: Tragen von Kompressionsstrümpfen zur Unterstützung des venösen Rückflusses.
Bewegung: Regelmässige Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen fördert die Durchblutung.
Hochlagern der Beine: Hilft, den venösen Rückfluss zu verbessern.
2. Medikamentöse Therapie
Tonisierende Medikamente (z. B. mit Rosskastanie oder Flavonoiden) können Beschwerden lindern, heilen die Krampfadern aber nicht.
3. Operative oder interventionelle Verfahren
Verödung (Sklerotherapie): Eine Flüssigkeit oder ein Schaum wird in die Vene gespritzt, um sie zu verschließen.
Lasertherapie: Die Vene wird von innen verschlossen.
Miniphlebektomie: Chirurgisches Entfernen der betroffenen Vene.
Die drei Methoden kombiniere ich sehr häufig im Rahmen einer Behandlung. Vor einer interventionellen Therapie wird jedes Mal eine gründliche Abklärung mittels Ultraschall durchgeführt.
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